Zuckergeist
Pull-out für neurodivergentes Lernern


Neurodivergentes Lernen berücksichtigt, dass Gehirne (z.B. bei ADHS, Autismus, Dyslexie, aber auch Hochbegabung und Hochsensibilität) Reize und Informationen anders verarbeiten. Es erfordert eine individuelleren Lernansatz, der sensorische Bedürfnisse beachtet, Stärken wie Detailgenauigkeit oder Kreativität nutzt und starre Strukturen durch flexible Methoden ersetzt.

Grundprinzipien für neurodivergentes Lernen:

  • Individuelle Lernumgebung: Reizarme Umgebung bei sensorischer Überempfindlichkeit, oder gezielte Reize zur Konzentrationsförderung.
  • Interessenbasiertes Lernen: Nutzung des „Hyperfokus“ bei ADHS, bei dem sich Betroffene intensiv und ausdauernd in spezielle Themen vertiefen können.
  • Stärkenorientierung: Fokus auf besondere Fähigkeiten (z.B. Mustererkennung, kreatives Denken, Musikalität) statt nur auf Defizite.
  • Klare Struktur und Flexibilität: Strukturierte Pläne helfen, aber Lernmethoden sollten flexibel an die Tagesform angepasst werden.
  • ein besonderes Zeitmanagement, dass sich am Individuum orientiert und nicht an festen Strukturen.
  • Pausenmanagement: Regelmäßige Pausen sind essenziell, um Reizüberflutung zu vermeiden und Energie zu tanken.
  • Ernährungsberatung und Freizeitgestaltung.

  • Ansätze der Förderung

  • Visuelle Hilfsmittel: Bilder, Grafiken, Mindmaps und Listen nutzen, um Informationen zu strukturieren.
  • Bewegung integrieren: Lernen im Stehen, Gehen oder mit Möglichkeiten zur Bewegung.
  • Nachteilsausgleiche: Diagnosebasierte Hilfen, um Chancengleichheit zu gewährleisten.
  • Selbstakzeptanz: Verstehen, dass das Gehirn anders funktioniert, nicht falsch. Der Fokus liegt auf der eigenen Arbeitsweise.
  • Strategien zum potentialorientierten Lernen
  • Begabungsdiagnose zu außerkognitiven und teilkognitiven Begabungen.

    Neurodivergente Menschen lernen genauso gerne, wie neurotypische, benötigen jedoch oft angepasste und individuelle Methoden, um ihr Potenzial zu entfalten.

Ich habe ein Pull-out-Programm für verschiedene Lerntypen erstellt, die die Neurodivergenz berücksichtigen und das volle Potential ausschöpfen. Dieses fördert scheinbar lernschwächere Kinder und fordert besonders lernstarke Schülerinnen und Schüler.